Vorgeschichte

Die Vorgeschichte der Amphoren beginn mit den ersten Siedlungen im Vorderen Orient um etwa 10 000 Jahren vor unserer Zeit. Doch möchte ich hier zuerst einige frühhistorische Tongefässe vorstellen.

     

 

Das Bild links oben zeigt ein Tonfass aus der bronzezeitlichen Siedlung von Acem Höyük bei Akseray, Westkappadokien. Diese etwa 350 Liter fassende Amphore wurde nicht für Wein, sondern wie an dem runden Wulst der Öffnung zu erkennen, für eine andere Flüssigkeit oder für Nahrungsmittel verwendet. Sie ist auf etwa 1900 v.Chr. datiert. 

Auf dem Bild rechts oben halte ich ein kleines Stück der abgeflachten Öffnung eines Tonfasses in der Hand. Es muss von einem Weinfass mit mehreren tausend Liter Fassungsvermögen stammen. Es kann ebenfalls auf etwa 1900 v. Chr. datiert werden. 

Das Bild darunter zeigt drei Tonfässer mit einem Fassungsvermögen von etwa 400 - 800 Liter. Sie stehen in Hattuscha, der Hauptstadt der Hethiter in einem Lagerhaus gleich neben der Tempelanlage. Die beiden oberen Tonfässer wurden vielleicht für Öl oder Wasser, während das untere Tonfaß mit breiten Fläche der Öffnung für Wein verwendet wurde. Nur in solchen Tonfässer, die man gut verschließen konnte, blieb der Wein für eine längere Zeit haltbar. Diese drei Tonfässer sind auf ca. 1300 v. Chr. datiert. 

     

Links oben eine gekalkte römische Dolia (Tonfass) für Wein bei einem Antiquitätenhändler in Beysehir.

Rechts ein großes byzantinisches Weinfass im Museum von Aksaray.

      

Links byzantinische Weinfässer und osmanische Küps (Weinfässer) bei einem Händler in Istanbul.

Rechts osmanische Küps, die Küps rechts unten im Bild wurden für Traubendicksaft (Pekmez) verwendet.

 

Küps aus osmanischer Zeit für Wein und zur Aufbewahrung von anderen Flüssigkeiten und Nahrungsmittel bei einem Händler in Beysehir