Kellergeschichten

Über die Entstehung unserer Weine

Güzelyurt und die Traubengärten der Region liegen in einer Höhe von 1500 - 1550 Meter und gehören zu den höchsten Weinbaugebieten der Welt. Deshalb beginnt die Ernte und Verarbeitung der Trauben meist erst Anfang Oktober. In dieser Zeit liegt die Temperatur tagsüber etwas über 20 °C, in der Nacht kann die Temperatur auf 9°C absinken. Wir haben unseren Wein in den ersten zwei Jahren noch in Stahltanks und in freistehenden Küps verarbeitet, verwenden aber seit 2011 nur noch Küps (Amphoren).

Unsere Küpweine

Die weißen werden wie die roten Trauben in der Mühle gemahlen und entrappt. Wir geben die aufgeplatzten Trauben von der Mühle, ohne sie vorher zu pressen, direkt in den Küp. Nach 2-3 Tagen fügen wir je nach Traubenart der Maische wieder einen Teil der Rappen hinzu.  

Nach etwa 24 Stunden beginnt die Maische im offenen Küp spontan zu fermentieren. Dabei bildet sich aus Traubenschalen, Traubenkernen und Rappen ein Maischehut, den wir alle 2-3 Stunden kräftig umrühren.  

Nach 10-20 Tagen ist die Fermentierung weitgehend abgeschlossen, wobei schließlich der gesamte Zucker zu Alkohol umgewandelt wurde. Jetzt haben wir einen trockenen Wein.

Nach verschiedenen Versuchen belassen wir heute, je nach dem Geschmack der Trauben, einen Teil oder auch die gesamte Schalenmenge über einen Zeitraum von 4 bis 8 Monate mit dem Wein zusammen im Küp. Über die Menge der wieder hinzuzufügenden Rappen entscheiden wir, ebenfalls nach Geschmack, in den ersten Tagen der Fermentierung.  Ist die Fermentierung beendet, füllen wir den Küp auf und verschließen ihn gut. In den folgenden Monaten setzen sich Traubenschalen, Rappen, Kerne und Trubstoffe  langsam ab. Im Verlauf dieser Zeit klärt und stabilisiert sich der Wein.

Im März oder Anfang April veranstalten wir unser "Dionysos Symposium". Zu diesem Anlass öffnen wir erstmalig unsere Küps und degustieren unseren jungen Wein. Jetzt entscheiden wir auch über den weiteren Ablauf. Trennung der Trauben, Rappen, Kerne und Trub vom Wein, Abfüllung in Flaschen, oder Umfüllen des geklärten Weins in andere Küps zur weiteren Reifung.                                            

Unser weißer Wein entsteht im Keller bei fast gleichbleibender Temperatur.                                                                                                      Der rote Wein entsteht in einem halb offenen Raum und ist immer den unterschiedlichen Tages- und Nachttemperaturen ausgesetzt.

Zu keinem Zeitpunkt der Ernte, der Verarbeitung der Traube und der Entstehung des Weins fügen wir Hilfsmittel oder andere Stoffe hinzu. Da unsere Weine in den Küps selber klären, müssen wir unsere Weine auch nicht schönen oder filtern.

 

Anfangs haben wir die Trauben noch mit der Handmühle gemahlen. Heute verwenden wir eine mit Motor betriebene Mühle, die gleichzeitig die Rappen von den Beeren trennt.

 

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Die Maische fermentiert in offenen Gärküps.  Der Maischehut muß mehrfach am Tag umgerührt und vermischt werden. Und wenn man nicht aufpasst, dann läuft das Faß über.

 

 

In den verschlossenen Küps reift der Wein